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„Weil der Meuthen nicht von alleine gehen wird“: Geheime Tonaufnahme aufgetaucht: AfD-Politiker plante mit Parteifreunden Meuthen-Sturz

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AfD-Chef Jörg Meuthen

In der AfD rumort es offenbar an der Basis. Einem Medienbericht zufolge plante der baden-württembergische AfD-Vorsitzende Dirk Spaniel mit anderen Parteifreunden den Sturz von Parteichef Jörg Meuthen. Was die Gruppe jedoch nicht wusste: Jemand nahm die brisanten Pläne heimlich auf.

Die geheime Tonaufnahme des Treffens in Brandburg hat eine anonyme Quelle nun der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) zugespielt. Demnach hatte Spaniel mit anderen Parteifreunden bei einem privaten Treffen in Brandenburg über einen möglichen Sturz von Meuthen gesprochen. Spaniel bestätigte der FAZ bereits die Echtheit der illegal entstandenen Tonaufnahme.

Die Aufnahme ist dem Bericht zufolge sieben Minuten lang. Darin soll der AfD-Politiker sich über eine mögliche Meuthen-Nachfolge geäußert haben: „Ich halte es für die cleverste Lösung, Pazderski als Meuthen-Nachfolger zu installieren“. Mit Pazderski ist der Berliner AfD-Vorsitzende Georg Pazderski gemeint.

AfD-Mann Dirk Spaniel

„Sie halten uns nicht nur für Nazis, sie halten uns für korrupte Nazis“

Weiter soll Spaniel bei dem Treffen gesagt haben: „Pazderski ist kein Mann, um Deutschland in die Freiheit zu führen. Muss er auch nicht. Pazderski ist aber der Mann, der uns die Legitimation auch der Amerikaner gibt. Einem Pazderski würden sie wahrscheinlich ein Stück weit vertrauen“. Meuthen werde „nicht von alleine gehen“, so dass der leichter zu kontrollierende Pazderski die bessere Lösung an der Parteispitze sei.

„Es wird sehr viel schwerer, einem Pazderski die ganzen Schweinereien anzuhängen, und diese Russlandthematik ist dann auch raus. (…) Was ist der Grund, warum der Wähler uns nicht wählt? Sie vertrauen uns nicht, dass wir einen Weg in den Westen gehen. Und: Sie halten uns nicht nur für Nazis, sie halten uns auch für korrupte Nazis.“

Georg Pazderski spricht beim Parteitag der AfD Berlin.

Spaniel steht zu Meuthen-Aussagen

Spaniel sagte der FAZ, das mitgeschnittene Gespräch habe in privaten Räumen in Brandenburg stattgefunden. Von den drei damals anwesenden Parteifreunden seien zwei bereit, eidesstaatlich zu erklären, mit der Tonaufnahme nichts zu tun zu haben. Der dritte habe nach dem Treffen sein Handy als verloren gemeldet und um ein neues gebeten.

Sein Verhältnis zu Pazderski, sagte Spaniel der FAZ weiter, habe mittlerweile einen „Knacks“ erlitten. Zu seinen Aussagen über Meuthen stehe Spaniel aber weiterhin. Er habe sich „für nichts zu entschuldigen und ich stehe zu jedem Wort in der Aufnahme.“ Meuthen sagte der Zeitung, Spaniel sei „hochgradig toxisch“ und habe sich mit seinen Aussagen noch weiter disqualifiziert: „Genau diese Typen will ich in der Partei nicht haben.“

Quelle: Focus

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