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Jörg Kachelmann: „Über 90 Prozent aller Geschichten über Wetter und Klima sind falsch oder erfunden“

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Wetter-Experte Kachelmann geht hart mit der „Tagesschau“ und dpa ins Gericht: Der Deutsche Wetterdienst habe nie behauptet, dass es einen Dürresommer gäbe. Doch was machten die Agenturen daraus? „Die unbändige Lust der deutschen Medien an klickbarem Horror“ ließe sich nun auch durch „eine Korrektur nicht mehr aufhalten.“

Klimawetter

Hitzewelle, Trockenheit, Dürre, Jahrhundertsommer – alle reden übers Wetter, und das täglich. Meist wird Wetter – also das, was gerade vor dem Fenster abläuft – verwechselt mit Klima – also dem, von dem nicht nur Geologen berichten, und diese denken in Zeiträumen von Jahrhunderten. Es gab Kaltzeiten, es gab Heißzeiten. Der Mensch hat sich immer angepasst. Erst, wenn der Erfindungsreichtum der Menschen versiegt, wird es kompliziert.

Wer die Hauptausgabe der „Tagesschau“ sieht oder die „Bild“-Zeitung, könnte jedoch schon in Panik geraten. Auch andere Medien bewegen sich auf der gleichen Sensationsschiene: Der „Focus“ titelt am 1. August von „Wetter-Ausblick für August: So geht es mit dem Sommer der Extreme weiter“ und am 4. August „Augustprognose: Kommt die Rekordhitze zurück? Meteorologin gibt Ausblick“. In der „Tagesschau“ überwiegt auf der Wetterkarte brennendes Dunkelrot, das die Isothermen darstellt (die Temperaturen), wo vor Jahren in der 3-Tages-Vorschau die Bewölkung und eine strahlende Sonne gezeigt wurde. Eine Verschwörungstheorie?

Nun meldete sich der Jörg Kachelmann zu Wort und erklärt: „Über 90 Prozent aller Geschichten zu Wetter und Klima sind falsch oder erfunden“.

Deutscher Wetterdienst behauptete nie, dass es einen Dürresommer gäbe

Stefan Winterbauer von „Meedia“ interviewte den Wetter-Experten und hört: „Der Deutsche Wetterdienst hat nie behauptet, dass es einen Dürresommer gäbe. Er schrieb nur, dass es einen geben könnte, wenn es nicht regnet, was nicht weiter überrascht. Daraus hat dpa dann einfach mal zugedichtet, dass der DWD vor einem Dürresommer warne. Das wurde dann kurz darauf korrigiert, aber die unbändige Lust der deutschen Medien an klickbarem Horror lässt sich durch eine solche Korrektur nicht mehr aufhalten.“

Es sei jedoch eine neue „Dimension, dass fast alle Medien gleichzeitig über lange Zeit eine Lüge verbreiten, die durch diese kollektive Verbreitung bei den Medienkonsumenten nicht mehr als Lüge wahrnehmbar wird“. Gerade diese Art und Weise der „frei erfundenen Räubergeschichten“ sind „Wasser auf die Mühlen derjenigen, die Lügenpresse schreien“.

Die frei erfundenen Lügen, welche seriöse Medien wie die „Tagesschau“ oder die „FAZ“ verbreiten, seien für Kachelmann jedoch ein Dammbruch.

„Eine frei erfundene Meldung, recht eigentlich eine Lüge, ist trotz dpa-Korrektur, trotz Hinweise unzähliger Menschen wider besseres Wissen über mehr als 24 Stunden aufrechterhalten und weiterverbreitet worden“.

Menschen streben nach Sensationen

Doch warum? Menschen – und Medien – streben nach Sensationen. Das dürfte auch beim Wetter und vor allen bei Extrem-Wetterphänomenen gelten. Kachelmann sagt: „Über 90 Prozent aller Geschichten zu Wetter und Klima sind teilweise falsch oder mutwillig frei erfunden. Die Themen klicken gut und niemand beschwert sich beim Presserat oder Landgericht.“

Hinzu kommt das geringe Wissen der heutigen Menschen über natürliche Zusammenhänge. Menschen, die bei einem Sturm lieber das Smartphone zücken um ein Video für Youtube aufzunehmen begeben sich in die gleiche Situation, die Feuerwehr und Rettungsdienste schon nervt: Bei Autounfällen kommen die Gaffer statt die Helfer. Diese werden sogar noch in ihrer Arbeit behindert.

Seriöse Empfehlungen: Deutscher Wetterdienst, Windy und der Blick aus dem Fenster

Wo könnte man sich nun am besten über Wetterfragen informieren? Jörg Kachelmann betreibt selbst eine Wetterseite, hier ein Link zur Unwetterkarte, die wichtig sein könnte kachelmannwetter.com. Er empfiehlt, durchaus dem Deutschen Wetterdienst zu folgen – und zu ignorieren, was Nachrichtenagenturen wie die dpa dann daraus machen.

Zusammenfassend sei gesagt: Es hilft auch der eigene Blick aus dem Fenster, auf die Wolken und auf das eigene Thermometer. Mit der Zeit können Sie Quellwolken, die Gewitter bilden könnten, auch von Nebel unterscheiden. Jeder kann selbst wieder seine Intuition für natürliche Vorgänge sowie „Wettererfahrung“ entwickeln. Noch zwei einfache Tipps: Wenn in der Wohnung Spinnen zu sehen sind und wieder Netze ziehen, ist in ein, zwei Tagen, mit Regen zu rechnen. Und wenn die Fliegen anfangen zu beißen, wird es bald gewittern.

 

Quelle: Epochetimes

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